Kabellos präsentieren

Schluss mit dem Kabelsalat

Von techblog:schule
<p>Viel Technik beudetet viele Geräte und oftmals auch viele Kabel. Moderne Übertragungssticks verschaffen Abhilfe: Sie ermöglichen es, auf eine&nbsp;gut funktionierende und vor allem preiswerte Art und Weise im Unterricht kabellose Präsentationen durchzuführen.</p>

In vielen Klassenzimmern sind heute ein Fernsehgerät, ein Beamer oder ein Whiteboard vorhanden und werden oft zu Präsentationszwecken genutzt. Meistens müssen sie dazu per Kabel mit den Tablets, Laptop oder Smartphones verbunden werden. Das ist nicht nur mit umständlichen Einstöpsel- und Umstöpstelungsarbeiten verbunden, die wertvolle Unterrichtszeit kosten. Hinzu kommen vieln Probleme bezüglich der Inkompatibilität von Steckverbunden: HDMI, RGB und viele weitere Anschlüsse variieren je nach Gerät. Zudem müssen die Kabel lang genug sein, damit sie die Bewegungsfreiheit und Präsentationsmöglichkeiten nicht einschränken.

Schöner ist es, wenn Präsentationen im Klassenraum direkt von jedem Endgerät aus kabellos erfolgen könnte. Im Klassenraum der Zukunft gehört es dazu, dass ein Schüler sich melden kann und Mitschriften, Übungsergebnisse oder Webinhalte von seinem Laptop auf den Bildschirm übertragen kann, ohne dafür aufstehen und nach vorne an die interaktive Tafel gehen zu müssen. Mit Lösungen wie Google Chromecast Stick, Apple TV oder Samsung Allshare Cast Dongle ist ein solches Szenario möglich. Damit lässt sich nicht nur eine kabellose Bildübertragung realisieren, sondern auch innovativer Unterricht gestalten:

  • Filme/Videos aus Youtube, den Medienbibliotheken oder Mediatheken der TV-Sender können gezeigt werden.

  • Webseiten können gemeinsam angeschaut und diskutiert werden.

  • Mitschriften können fotografiert und als Foto der ganzen Klasse gezeigt werden (Funktion einer Dokumentenkamera).

  • Musik kann gestreamen und analysiert werden.

  • es kann gemeinsam an Dokumenten und interaktiven Aufgaben bzw. Simulationen aus dem Netz gearbeitet werden.

  • das Smartphone oder Tablet kann als interaktives Whiteboard verwendet werden.

  • beliebige Dateien können präsentiert werden (doc, ppt, pdf, Foto, Video usw.).

Im Kern wird dafür - wie fast immer - die richtige Kombination von Hardware, Software (Apps) und Übung bzw. Erfahrung benötigt, damit solche Szenarien reibungslos funktionieren. Dabei sollte vorab gesagt werden, dass die technischen Lösungen von Google, Apple oder Samsung im Prinzip ähnlich sind, wobei die Google Lösung diejenige ist, die bezüglich der Endgeräte offener ist als Apple TV oder Samsung, die primär ihre eigenen Endgeräte unterstützen. Deshalb wird nachfolgend beschrieben, wie der Google Chromecast Stick benutzt wird.

https://youtu.be/qaBts6ijRFE

Der Google Chromecast Stick wird in den HDMI-Port am Fernseher oder Beamer eingesteckt, eingerichtet und schon können Lehrer oder Schüler Ihre Inhalte vom Tablet oder Smartphone auf den Bildschirm übertragen. Voraussetzung ist, dass ein Klassenraum mit einem TV, Projektor oder Whiteboard ausgestattet ist, der gleichzeitig über einen HDMI Anschluss verfügt. Das TV sollte am besten ein HD TV sein, damit auch hochauflösendere Bilder übertragen werden können. Zudem muss Internetzugang und W-LAN bestehen. Das W-LAN muss dabei nicht offen oder für die Schüler freigeschaltet sein. Es reicht im Prinzip aus, wenn der Stick sich über das W-LAN anmelden kann und auch der Lehrer-PC oder Lehrer-Tablet darin angemeldet ist. Allerdings kann nur von den Schülergeräten aus präsentiert werden, die auch mit W-LAN verbunden sind.

Der Google Chromecast Stick funktioniert an fast jedem HDMI-Anschluss. Inhalte können von bzw. mit Hilfe von Smartphones (Android, iOS, Windows Phone), Tablets (Android, iOS, Windows) und PCs/Macs übertragen werden. Sobald der Stick in den HDMI Anschluss gesteckt wurde, muss er eingerichtet werden. Beim Chromecast geht dies mit dem Smartphone, dem Tablet oder einem PC. Die Einrichtung erfolg in wenigen Schritten:

  1. eine Bezeichnung für den Stick muss eingetippt werden.

  2. das richtige W-LAN muss ausgewählt werden

  3. das W-LAN-Passwort muss eingegeben werden

  4. Die Endgeräte, von denen eine Präsentation erfolgen soll, müssen ebenfalls in dem gleichen W-LAN registriert sein.

Nach der technischen Installation und Einrichung des Chromecast Sticks braucht man verschiedene Apps auf den Endgeräten, um Inhalte auf Fernseher, Beamer oder Whiteboard zu übertragen. Für alle mobilen Plattformen, ob für Android, iOS oder Windows gibt es in den jeweiligen Software-Stores im Netz eine große Auswahl von Lösungen. Eine Übersicht über die besten Apps für Chromecast findet sich auf der speziellen Chromecast Website. Die Android-App Cast Store bietet einen guten Überblick über das Angebot an Apps für Android-Endgeräte, die mit dem Google Chromecast funktionieren. Die Apps machen letztlich alle das Gleiche: Sie zeigen Inhalte (Filme, Fotos, Musik, Dateien usw.), die entweder irgendwo im Internet oder auf lokalen Speichermedien (Smartphone, Tablet, PC) liegen, auf dem großen Bildschirm an. Es ist auch möglich, einfach den gesamten Webbrowser-Bildschirm eines Smartphones oder Tablets auf Fernseher, Beamer oder Whiteboard zu übertragen. Dazu benötigt man die Chrome App auf dem eigenen Endgerät.

Apple TV funktioniert ähnlich zu Chromecast. Apple TV wird zunächst über den HDMI Eingang mit dem Smart-TV verbunden und dann eingerichtet. Zur Benutzung muss Apple TV über LAN (Ethernet) mit dem Internet verbunden sein oder über W-LAN. Wenn Apple TV eingerichtet ist, kann sich ein Endgerät über Airplay mit Apple TV verbinden. Der Bildschirminhalt kann dann vom Endgerät auf das TV übertragen werden. Es können nur solche Geräte zur Bildschirmpräsentation verwendet werden, die Airplay als Übertragungsmodus unterstützen.

https://youtu.be/aRD5jjq6jOs

Die kabellose Übertragung wird technisch immer ausgereifter möglich. Dennoch sollte man wissen, dass es im Klassenraum nicht immer reibungslos funktioniert. Daher sind vor allem folgende Punkte zu beachten:

  • Die Endgeräte, von denen übertragen werden soll, dürfen keine höhere Auflösung haben als das Fernsehgerät.

  • Es müssen Regeln definiert werden, wer von den Schülern wann präsentieren darf und wann bzw. wie die Übergabe der Präsentationsrechte zwischen Schülern geregelt werden soll

Im Großen und Ganzen überwiegen aber die Vorteile dieser Lösungen und schaffen einfache und preisgünstige Präsentationsmöglichkeiten für Lehrer und Schüler im Klassenraum.

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