Tablet im Unterricht

Moderner Musikunterricht: Komponieren mit Apps

Von techblog:schule
<p>Auch im Musikunterricht können Tablets sinnvoll eingesetzt werden. Am meisten können Schüler und Schülerinnen lernen, wenn sie selbst Musik komponieren. Immer mehr Musiklehrer in Deutschland erkennen dies als gute Möglichkeit, die Begeisterung für den Musikunterricht zu steigern und setzen Mitmachprojekte auf.</p>

Es ist schon ein paar Jahre her. Unter wissenschaftlicher Leitung von Matthias Krebs von der Universität Potsdam wurde bereits 2011 in der achten Klasse eines Berliner Gymnasiums ein Pilotprojekt zum Einsatz von iPod & Co. im Musikunterricht gestartet. Ziel war es, die Schüler und Schülerinnen dazu zu bewegen, Musik zu komponieren, die unterschiedliche Gefühlszustände ausdrückt. Der Unterrichtsentwurf und die Ergebnisse wurden in dem Blog https://meimulab.wordpress.com/ ausführlich dokumentiert. Als Instrumentarium wurden verschiedene Musik-Apps eingesetzt, die sich einerseits klanglich als auch vom Spielkonzept unterscheiden. Die vollendeten 5 Musikstücke wurden zum Abschluss sowohl als Klang- und Videoaufnahme aufgezeichnet. Bei der Erarbeitung standen musikalische Parameter im Fokus, die als Mittel zur Gestaltung der 5 Gefühlszustände beachtet werden sollten. Die Beschäftigung mit diesen Parameter war Bestandteil der Unterrichtseinheit, einer Periode von ca. 10 Unterrichtsstunden. Neben der bewussten Musikgestaltung in den Schülergruppen sollte aber auch das Kennenlernen von neuartigen Musikinstrumenten ein Unterrichtsziel sein. Sowohl die Reflexion ihrer eigenen Musikgestaltung als auch die Fragestellung, wie das Musizieren der Zukunft aussehen könnte, war Thema einer abschließenden Auswertungsstunde.

Kostenlose Software zum einfachen Einsatz im Klassenzimmer

Auch Sebastian Dorok gehört zu den Vorreitern beim Musikunterricht mit Tablet. Erst 2014 hat er seine Meinung über den iPad im Musikunterricht revidiert. Lange haben ihm nötige Möglichkeiten gefehlt, dann hat er einen neuen Versuch unternommen. Für Dorok bedeutet der "Computereinsatz im Musikunterricht, günstige oder kostenlose Software nutzen zu können, damit Schülerinnen und Schüler auch zu Hause an Projekten weiterarbeiten können." Deshalb veröffentlicht er in seinem Schulmusikerblog http://www.dorok.info/ vor allem Artikel zu Freeware und OpenSource Software, die aus seiner Sicht für den Musikunterricht geeignet ist. Dazu gehören Notationsplattformen wie MusesScore (www.musescore.org), die mit ganzen Notenbibliotheken wie www.MusesCore.com verknüpft sind. Oder die Software anytune http://de.anytune.us, mit der man hervorragend Stücke üben kann, denn man kann sie langsamer abspielen lassen, loopen lassen etc. Oder auch die Software Beatmaker http://intua.net/products/beatmaker2/, mit der Musik auf iPhone oder Tablet komponiert werden kann.

Eine Übersicht über Musik-Apps für Android findet sich hier: http://www.slideshare.net/MatzeRak/androidmusicmakingapps-2013.

 
http://youtu.be/MFndsGdaTa4
https://www.youtube.com/watch?v=syK2OakiRL4
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